Elon Musk war 17, als er 1989 Südafrika in Richtung Kanada verließ. Er reiste mit einem kanadischen Pass, den er über seine Mutter Maye Musk beantragt hatte. Kanada sollte ein Zwischenschritt auf dem Weg in die USA und an die Universität sein.

Warum er ging
Schon als Jugendlicher war Elon Musk überzeugt, dass seine Zukunft außerhalb Südafrikas lag. Unter der Apartheidregierung galt im Land noch die Wehrpflicht, und diesen Dienst wollte er nicht leisten. Die Chancen in Technik und Wirtschaft, die er suchte, lagen zudem am anderen Ende der Welt. Seine Mutter Maye Musk war in Kanada geboren, deshalb konnte er einen kanadischen Pass beantragen. 1989 verließ er damit das Land.
Der schlimmste Job seines Lebens
Um ans Ziel zu kommen, nahm er jede bezahlte Arbeit an. In Kanada hielt er sich mit einer Reihe harter Jobs über Wasser, unter anderem auf dem Hof eines Verwandten und beim Holzfällen mit der Kettensäge. Am häufigsten erzählt er von der Reinigung des Kesselraums in einem Sägewerk. Dafür musste er einen Schutzanzug anziehen, durch einen engen Tunnel kriechen und heiße, dampfende Rückstände herausschaufeln, während Sand und Schlamm auf ihn herabrieselten. Der Job war besser bezahlt als die anderen, weil die Arbeit so hart war, dass die meisten nach wenigen Tagen aufgaben. Er hielt durch.
Vom Sägewerk an eine Ivy-League-Universität
Die Gelegenheitsjobs finanzierten den nächsten Schritt. 1990 schrieb sich Elon Musk an der Queen's University in Kingston (Ontario) ein. 1992 wechselte er an die University of Pennsylvania in den USA und studierte dort Physik und Wirtschaftswissenschaften.
Unterm Strich
Der Abschied von Südafrika war die erste große Wette von Elon Musk, und sie kostete ihn Mühe statt Geld. Sechs Jahre nach seiner Ankunft in Kanada zog er nach Kalifornien und gründete seine erste Firma, Zip2.
Chronik
- 28. Juni 1971: Elon Musk wird in Pretoria (Südafrika) geboren.
- 1989: Mit 17 verlässt er Südafrika allein in Richtung Kanada, mit einem Pass, den er über seine Mutter erhalten hat.
- 1989 bis 1990: Er hält sich mit Arbeit auf einem Bauernhof, als Holzfäller und mit der Reinigung des Kesselraums eines Sägewerks über Wasser.
- 1990: Er schreibt sich an der Queen's University in Kingston (Ontario) ein.
- 1992: Er wechselt an die University of Pennsylvania.
Quellen (3)
- Walter Isaacson, „Elon Musk“ (2023), Simon and Schuster, Kapitel über Kanada und die Studienzeit
- Ashlee Vance, „Elon Musk: Tesla, SpaceX, and the Quest for a Fantastic Future“ (2015), Ecco
- Eric Jorgenson, „The Book of Elon“ (2024)